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    Pressespiegel (Teil 1): Pressestimmen & der Scherbenhaufen

    560 280 Uschi Erlewein

    Was, keine Presseartikel hier?
    Keine Zeitungskritiken,
    keine Pressestimmen über meine Auftritte?

    Nein, das ist kein Beweis, mangelnder Professionalität!
    Und auch kein Zeichen, für zu wenige öffentliche Auftritte! …
    Es ist schlicht und ergreifend Selbstschutz.
    Warum finden Sie keine auf dieser Webseite?

    Nicht ins offene Messer laufen

    Nachdem etliche Zeitungsverlage und ein paar auf Abmahnungen spezialisierte Rechtsanwälte mittlerweile darauf gekommen sind, von Künstlern Geld zu verlangen, wenn sie Presseartikel auf ihrer Webseite veröffentlichen, habe ich aus purem Selbstschutz alle Pressestimmen hier von der Seite genommen.

    Jetzt, zu Zeiten schwindender Leser, suchen sich Printmedien offenbar neue Geldquellen: immer wieder höre ich von Künstlerkollegen, die plötzlich Abmahnungen und horrende Rechnungen bekommen, weil sie die Kritiken von Ihren eigenen Aufführungen auf ihrer Webseite veröffentlicht haben.

    Ich möchte keine Zielscheibe für Abmahnungshaie werden und habe deshalb alle Presseartikel von meiner Webseite verbannt.

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    Das war einmal!

    Bisher war es immer ein Geben und Nehmen zwischen Künstlern und Presse.
    Für Zeitungskritiken durften unsere künstlerischen Arbeiten herhalten. Journalisten bekommen freien Eintritt in Theateraufführungen, Konzerte und Veranstaltungen. Sie schreiben über unsere künstlerische Arbeit, loben, zerreissen, lassen uns den Text vor der Veröffentlichung meist nicht gegenlesen. Um Erlaubnis wurde ich übrigens noch selten gefragt und häufig bekomme ich nicht einmal eine Kopie des Artikels.

    Ohne uns Künstler gäbe es doch keine Presseartikel und auch kein Feuilleton!

    Im Gegenzug war von den Zeitungsverlagen toleriert, dass wir Künstler in unserem Pressespiegel auf die Kritiken verweisen – damit machten wir auch gleichzeitig Werbung für die entsprechende Zeitung. Eine Zeitung ist so schnell veraltet, für Künstler sind die Kritiken und Pressestimmen aber für längere Zeit von Wert. So gesehen hatten die Verlage auch einen Mehrwert durch die Veröffentlichungen im Pressespiegel der Künstler.

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    Wo soll dieser Umgang mit Pressestimmen hinführen?

    Ich frage mich, wo solches Verhalten der Zeitungen hinführen soll. Wie würden sie ihr Feuilleton und ihre Kulturseiten füllen können, wenn sich die Künstler weigern würden, dass über ihre Arbeit geschrieben wird?

    Sollten die Zeitschriftenverlage bei der neuen Regelung bleiben, läutet das Ende eines freien Feuilletons und der Kunstnachrichten ein. Nur noch kapitalstarke Künstler, Stars mit viel Macht und solche mit einer Rechtschutzabteilung im Hintergrund werden mit Printmedien kooperieren. Kunstmarkt wird noch mehr zu Kunstkommerz.

    Offenbar können die meisten Journalisten ( Zum Glück gibt es auch Ausnahmen! ) meine Erzählkunst nicht wirklich einordnen. So bestehen viele meiner Zeitungskritiken großteils aus Zitaten meiner Geschichten in einer Art zusammenfassenden Nacherzählung – mit oftmals mehr als nur einem kurzen Zitat aus meinen Texten. Und dafür soll ich nun an den Zeitungsverlag bezahlen? Nein danke!! Ich empfinde das als eine Ungerechtigkeit.

    Oder soll ich nun auch beginnen an Zeitungen Rechnungen verschicken, dafür dass sie meine Texte als Grundlage für ihre Artikel nutzen?

    Übrigens habe ich ja das Urheberrecht sowohl für meine Aufführung, als auch für die Texte der erzählten Geschichten und für Werbe- und Webseitentexte. Um sie zu bearbeiten oder zu verwenden muss jemand meine Erlaubnis haben.

    Das Geben und Nehmen war für mich in Ordnung,
    doch bei diesen neuen Spielregeln mag ich nicht mitmachen. Hier finden Sie Wege, wie Sie mehr über meine Arbeit erfahren

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    Opfer von Abmahnungen gehen in die Öffentlichkeit

    Statt die Abmahnung zu verschweigen, machten Künstler einen Schritt in die Öffentlichkeit. Die Aktion trägt Früchte, so haben sich schon etliche Zeitungsverlage von der Abmahnungspraxis distanziert.

    Bei Rechtsanwalt Schwenke findet man weitergehende Informationen zu Texte richtig zitieren statt plagiieren und FAQ zum Presse-Leistungsschutzrecht

    Übrigens lade ich alle herzlich ein, die etwas über meine Auftritte schreiben wollen und mir die Erlaubnis geben, dass ich die Rezension hier auf der Webseite veröffentlichen darf.

    Erzählprogramme im Repertoire: